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Software-Entwicklung · Einordnung

Excel ablösen:die kambrische Explosion der Software

September 20269 Min. Lesezeit

Dienstag, 17:40. Buchhaltung.

Die Kalkulationsdatei geht auf. Sie heißt irgendwas mit final, v7 und NEU in Großbuchstaben. In Zelle F214 steht eine Zahl, die nicht stimmen kann. Niemand im Haus weiß mehr, warum sie da steht. Die Person, die die Formel geschrieben hat, ist seit drei Jahren weg.

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Welche ist die richtige? Tipp auf eine Datei.

84%

der operativen Firmen-Tabellen hatten Fehler, als Prüfer:innen sie Zelle für Zelle durchgegangen sind. Neun Audit-Studien, 163 echte Spreadsheets. Nur eine Studie fand weniger als 86 Prozent.

Quelle: Raymond Panko, University of Hawaii, via FinTask, 2026

Fehler in der Tabelle sind der Normalfall, nicht Schlamperei. Der Mittelstand baut seit vierzig Jahren Software, er hat es nur nie so genannt. Die Excel-Tabelle war die erste Software, die jede und jeder selbst bauen konnte, ohne jemanden zu fragen.

Excel ablösen war lange ein Projekt mit Agentur, Lastenheft und einem halben Jahr Wartezeit. Heute steht der erste lauffähige Entwurf nach einem Wochenende. Wer danach sucht, findet vor allem Angebote, es für dich zu bauen. Hier geht es um zwei Fragen, die dort fehlen: Was ändert sich, wenn alle Betriebe gleichzeitig ihre eigene Software bauen können? Und ab wann trägst du für deine App eine andere Verantwortung als für die Tabelle auf deinem Laptop?

Ich nenne das

die kambrische Explosion der Software

Vor rund 540 Millionen Jahren sind in kurzer Zeit fast alle heutigen Tierstämme entstanden. Nicht weil ein Tier den anderen plötzlich voraus war. Die Bedingungen sind für alle gleichzeitig gekippt. Bei Software gerade dasselbe: der Preis für den ersten Entwurf ist für alle zugleich gefallen.

Excel hat dem Mittelstand beigebracht, dass er bauen kann. Die nächste Stufe bringt ihm bei, dass er auch verantworten kann.

Illustration: Excel ablösen mit eigener Software. Eine Person mit runder Brille und Gießkanne kniet vor einem Stapel Tabellenblätter, aus dem kleine App-Fenster wie Pflanzen wachsen. Das oberste Fenster hat eine Hausnummer und eine halb geöffnete Tür

01

Warum lief der Mittelstand jahrzehntelang auf Excel?

Weil die Excel-Tabelle die erste Software war, die man selbst bauen konnte, ohne zu fragen. Kein Antrag, kein Budget, keine Entwicklungsabteilung: aufmachen, Formel, fertig.

Ein typisches Muster in kleinen Betrieben sieht so aus: Die Preisliste liegt in Excel. Die Urlaubsplanung liegt in Excel. Das Angebotstool mit den Makros hat Frank (fiktiver Name) gebaut, vor Jahren, an einem langen Freitag. Und dann gibt es die eine Datei, die keiner anfassen darf, weil keiner mehr weiß, was passiert, wenn man es tut.

Spreadsheets sind vermutlich die meistbenutzte Programmiersprache der Welt, mit Hunderten Millionen Nutzer:innen, und verschiedene Studien finden in rund 95 Prozent davon Fehler (Quelle: arXiv, 2026). Formeln sind Code. Makros sind Code. Nur ohne Tests, ohne Versionierung und ohne dass eine zweite Person draufschaut.

Wann wird Excel zur Datenbank?

Der Moment, in dem es kippt: Excel dient als Datenbank. In der Datei wird nicht mehr gerechnet, sondern verwaltet. Kunden, Aufträge, Bestände. Ab da hängen Menschen an der Tabelle, die sie nie gebaut haben.

Wie wenig das mit Sorgfalt zu tun hat, zeigt ein Fall aus dem Herbst 2020. Public Health England hat Testergebnisse in einem alten Excel-Dateiformat zusammengeführt, das nur rund 65.000 Zeilen fasst. Knapp 16.000 Covid-Fälle wurden deshalb tagelang nicht gemeldet (Quelle: BBC, 2020). Keine Unfähigkeit: eine gut geführte Organisation, ein Routine-Dateiformat und ein Limit, das ohne Warnung greift (Quelle: FinTask, 2026). Die Tabelle war voll, und nichts hat Bescheid gesagt.

Excel war nie das Problem. Niemand hat gesagt: Was du da tust, ist Software bauen.

84 von 100 Firmen-Tabellen hatten Fehler
mit Fehlern: 84ohne gefundene Fehler: 16

163 operative Spreadsheets aus neun Audit-Studien mit publizierter Methodik. Nur eine Studie fand weniger als 86 %.

Raymond Panko, University of Hawaii, via FinTask 2026

02

Was ist die kambrische Explosion der Software?

Der Moment, in dem der erste lauffähige Entwurf einer Anwendung fast nichts mehr kostet und deshalb jeder Betrieb eigene Software bekommt. Es entstehen nicht ein paar Apps mehr, es entsteht eine neue Artenvielfalt.

Gartner rechnet damit, dass 2026 mindestens 80 Prozent der Menschen, die mit Low-Code-Werkzeugen Anwendungen bauen, außerhalb der IT-Abteilung sitzen. 2021 waren es 60 Prozent (Quelle: Gartner via Ninox, 2026).

Was ist Citizen Development?

Der Konzernbegriff dafür: Citizen Development. Gemeint sind Menschen, die keine Entwickler:innen sind und sich ihre Anwendungen selbst bauen. Die Buchhalterin, der Werkstattleiter, du. Rund 16,2 Millionen solcher Citizen Developer soll es 2026 weltweit geben, 38 Prozent mehr als im Jahr davor, und über 25 Millionen bis 2028.

58 Prozent bauen Formulare und Datenerfassung, 49 Prozent Workflows. 42 Prozent lösen Spreadsheets und Papier ab (Quelle: Forrester/Gartner via ToolJet, 2026). Fast die Hälfte baut also, um eine Tabelle oder einen Papierprozess loszuwerden.

1985 rechnen alle selbst, 2026 bauen alle selbst. Die Form ist gleich, die Verantwortung nicht.

Wie viel dabei entsteht, zeigen die Anbieter selbst, und bei Herstellerangaben ist Vorsicht angebracht. Eine einzige App-Bau-Plattform meldet über 25 Millionen erstellte Projekte (Quelle: Herstellerangabe via Jet Admin, 2026). Eine andere meldet über eine Million Apps, die allein ihr KI-Agent gebaut hat (Quelle: Herstellerangabe via Panto, 2026). In Deutschland nutzen laut Bitkom inzwischen 41 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten KI, ein Jahr davor waren es 17 (Quelle: Bitkom, 2026).

Für dieses Bauen per Beschreibung, bei dem du einer KI sagst, was die App können soll, hat sich der Name Vibe Coding eingebürgert. Dieselbe Bewegung wie damals bei Excel, eine Etage höher. Damals haben alle selbst gerechnet. Jetzt bauen alle selbst. Die Komplexität zieht nur ein Stockwerk höher.

Dass eine eigene App zu entwickeln auf einmal in einer anderen Preisklasse liegt, habe ich in „Individuelle Software ist bezahlbar geworden“ vorgerechnet. Hier geht es um das, was passiert, wenn dieser Preisverfall für alle Betriebe gleichzeitig gilt.

Gebaut wird außerhalb der IT, oft gegen die Tabelle
2021202660 %80 %
Formulare und Datenerfassung58 %
Workflows49 %
Spreadsheets und Papier ablösen42 %

Oben: Anteil der Low-Code-Nutzer:innen außerhalb der IT, 2026 als Prognose. Unten: wofür Citizen Developer bauen, Mehrfachnennung.

Gartner via Ninox 2026 · Forrester/Gartner via ToolJet 2026

03

Was passiert mit der Wirtschaft, wenn jeder Betrieb seine Software selbst baut?

Standard-Software wird an der Börse abgepreist, der Software-Umsatz wächst trotzdem, und der Wert wandert von den Anbietern zu den Betrieben und ihren Daten.

In der ersten Februarwoche 2026 wurden in sieben Tagen über eine Billion Dollar Börsenwert aus Software-Aktien gelöscht (Quelle: Forrester, 2026). Auslöser war das Tempo der KI-Agenten und die Wette, dass Betriebe ihre Werkzeuge künftig selbst bauen oder bauen lassen, statt Lizenzen pro Arbeitsplatz zu bezahlen. Das ist eine Erwartung an der Börse, keine gemessene Ablösung. Gleichzeitig wächst der Software-Umsatz in Deutschland 2026 um 10,2 Prozent auf 58,3 Milliarden Euro (Quelle: Bitkom, 2026).

Die Börse preist die Werkzeuge von der Stange ab. Software insgesamt wird mehr. Der Wert wandert weg vom Anbieter, hin zu dem, was der Betrieb selbst weiß: seine Abläufe, seine Daten, seine Sonderfälle.

Standard-Tools waren Kompromisse. Der Sonderpreis für die Stammkundschaft stand im Kommentarfeld, weil die Software kein Feld dafür vorgesehen hatte. Wenn das Werkzeug zu deinem Laden passt, wird dein Wissen über den Laden zum Wertvollsten, was du hast.

Die Kehrseite heißt Schatten-Software

Die Excel, die keiner kannte, war Schatten-IT. Die App, die eine Kollegin am Wochenende gebaut hat, ist es auch. Laut Bitkom hat knapp ein Viertel der Unternehmen, 23 Prozent, Regeln für den KI-Einsatz, und vier von zehn gehen davon aus, dass ohnehin private KI-Werkzeuge im Einsatz sind (Quelle: Bitkom, 2025). In einer Umfrage von EY aus dem März 2026 berichten 45 Prozent der Tech-Führungskräfte von bestätigtem oder vermutetem Datenabfluss durch nicht freigegebene KI-Werkzeuge (Quelle: EY via Adaptive Security, 2026).

Ein Verbot schiebt solche Apps eher tiefer in den Schatten. Die Frage, die Excel nie stellen musste: Wer kommt eigentlich an die Daten ran?

Beides stimmt gleichzeitig

Links eine Erwartung an der Börse, keine gemessene Ablösung. Rechts ein Marktumsatz. Der Wert wandert, er verschwindet nicht.

Forrester 2026 · Bitkom 2026

04

Warum ist eine Webanwendung etwas anderes als eine Excel-Tabelle?

Weil sie eine Adresse hat. Ein Fehler in Excel bleibt im Haus, eine Anwendung im Internet ist rund um die Uhr von überall erreichbar und speichert oft Daten anderer Menschen.

Schieb den Regler einmal selbst durch, von der Tabelle auf deinem Laptop bis zur Anwendung mit öffentlicher Adresse.

Dieselbe Kundenliste, vier Stufen

Wie weit reicht dein Werkzeug?

Wer kommt ran
Du.
Was bricht
Eine Zahl.
Wessen Daten
Deine.
Was gilt
Nichts Neues.

Ein Fehler bleibt im Haus.

Auf den ersten drei Stufen wächst der Kreis der Leute, die rankommen. Du, dein Team, alle mit Konto. Auf der vierten kommt jeder Mensch mit Browser dran, auch nachts, auch aus Ländern, in denen du nie warst. Was dann bricht, sind alle Daten auf einmal, und die gehören nicht mehr nur dir. Zwischen Stufe drei und vier liegt die Haustür.

Wie oft stehen selbst gebaute Apps offen?

Reeve hat im August 2026 knapp 31.000 live laufende Apps aus KI-Baukästen gescannt. Von den 3.680 Apps, deren Datenbank sich von außen prüfen ließ, ließen 2.096, also 57 Prozent, mindestens eine Tabelle ohne Passwort lesen. Eine einzige Anfrage, kein Login. 394 davon hatten lesbare Tabellen mit Namen wie users, profiles oder orders (Quelle: Reeve, 2026).

Reeve sagt auch, dass 76 Prozent der Apps trotzdem die Bestnote bekommen, weil sie die gewöhnlichen Checks bestehen. Die ernsten Fehler sitzen eine Schicht tiefer, in der Datenbank. Nur drei Apps hatten den Master-Schlüssel der Datenbank im Code.

Oft ist es weniger der Fehler einer einzelnen App als ein Muster des Werkzeugs. Bei einer großen Bauplattform ließen in einer Studie vom Mai 2025 170 von 1.645 geprüften Apps Fremde an persönliche Daten, und rund 70 Prozent hatten den Zugriffsschutz auf Zeilenebene gar nicht eingeschaltet (Quelle: The Next Web, 2026). Wer ihn nicht ausdrücklich verlangt, bekommt ihn nicht. Wer zum ersten Mal baut, weiß nicht, dass man ihn verlangen muss. Dieselbe Geschichte wie beim Zeilenlimit. Nur hat die Datei jetzt eine Adresse.

Was gilt, wenn fremde Daten drin sind?

Die groben Linien, ohne Rechtsberatung: Die DSGVO gilt, sobald Daten anderer Menschen in deiner Anwendung liegen, egal wer sie gebaut hat. Zugriffsschutz ist dann keine Kür, Artikel 32 verlangt geeignete technische und organisatorische Maßnahmen.

Dazu kommt der Cyber Resilience Act. Seit dem 11. September 2026 gelten Meldepflichten für aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwere Sicherheitsvorfälle. Die übrigen Pflichten folgen ab dem 11. Dezember 2027 (Quelle: EU-Kommission, 2026). Das gilt für Software, die du auf dem EU-Markt unter deinem Namen bereitstellst, auch unentgeltlich. Ein intern entwickeltes Werkzeug, das im Haus bleibt, fällt nach der Kommission in der Regel nicht darunter (Quelle: EU-Kommission, 2026). Sobald du es Kund:innen überlässt, auch einer einzigen, kann das anders aussehen. Eine Größengrenze, die kleine Betriebe aus dem Gesetz nimmt, gibt es nicht. Mikro- und Kleinunternehmen werden für das Verpassen der 24-Stunden-Erstwarnung nicht mit Bußgeld belegt, die Meldepflicht bleibt (Quelle: EU-Kommission, 2026). Die Kommission hat im Juli 2026 Leitlinien mit 67 Beispielen veröffentlicht (Quelle: EU-Kommission, 2026). Die grobe Linie: intern ein Werkzeug, nach außen ein Produkt. Entscheidend ist, ob du es in den Verkehr bringst.

57 % der prüfbaren Apps ließen Fremde Tabellen lesen
  • 394 mit lesbaren Personen-Tabellen
  • 2.096 mit mindestens einer offenen Tabelle
  • 3.680 prüfbar insgesamt

1 Kästchen ≈ 40 Apps. Eine Anfrage, kein Passwort. Scan von knapp 31.000 live laufenden Apps aus KI-Baukästen, August 2026.

Reeve, The State of Vibe-Coded App Security 2026

05

Wie löst du Excel ab, ohne dich zu übernehmen?

In drei Stufen: erst intern und mit eigenen Daten, dann die Daten-Grenze bewusst setzen, und vor dem ersten fremden Menschen die Fragen stellen, die ein Produkt beantworten muss.

Stufe 1: Intern zuerst, eigene Daten zuerst

Deine erste eigene App löst eine Excel ab, die nur dein Team benutzt und in der keine Kundendaten stehen. Wenn du nicht weißt, welche: Nimm die Datei, in der nicht mehr gerechnet, sondern verwaltet wird. Urlaubsplanung, Preisliste, Auftragsübersicht. Sie läuft hinter einem Login, mit Zugang nur für Konten, die du kennst. Hier bleibt der Fehlerradius fast so klein wie bei der Tabelle, und du lernst das Bauen, ohne Verantwortung für fremde Daten zu tragen.

Drei Dinge machst du dabei sofort besser als in Excel. Jede Änderung ist nachvollziehbar, weil die Anwendung versioniert ist. Es gibt eine Wahrheit statt sieben Dateien. Und es gibt ein Backup, das du mindestens einmal wirklich zurückgespielt hast.

Stufe 2: Die Daten-Grenze bewusst setzen

Vor jedem neuen Feature steht eine Frage: Wessen Daten sind das? Deine, die deiner Mitarbeitenden oder die von Kund:innen? Sobald Kundendaten dazukommen, brauchst du drei Dinge. Zugriffsschutz auf Zeilenebene, also eine Regel, wer welche Zeile sehen darf. Keine geheimen Schlüssel in dem Code, der im Browser landet. Und ein Löschkonzept. Die ersten beiden sind genau das, was in den Scans fehlte.

Laut der Stack Overflow Developer Survey 2025 nutzen 84 Prozent der Entwickler:innen KI-Werkzeuge, aber nur 33 Prozent vertrauen dem Ergebnis, und 46 Prozent misstrauen ihm aktiv (Quelle: Stack Overflow via Coderfile, 2026). Symbiotic Security hat im August 2026 gemessen, dass KI-assistierte Repositories im Schnitt 42,3 Schwachstellen tragen, rein menschlich geschriebene 9,6. Das ist mehr als das Vierfache (Quelle: Symbiotic Security via VibeEval, 2026).

Die Profis haben nicht weniger Vertrauen als du. Sie haben eine Checkliste.

Stufe 3: Vor dem ersten fremden Menschen

Bevor deine App eine öffentliche Adresse bekommt, ändert sich die Frage von „Läuft es?“ zu „Trägt es?“. Wer ruft an, wenn sie nachts ausfällt? Was passiert, wenn jemand 10.000 Anfragen pro Minute schickt? Wo steht, welche Daten du warum speicherst? Welche neun Fragen dein Tool beantworten sollte, bevor der erste fremde Mensch es benutzt, steht in „Produktionsreife Software“. Du kannst sie an einem Nachmittag durchgehen.

An dieser Stelle entscheidest du auch, ob du das allein trägst oder jemanden dazuholst. Fürs Bauen brauchst du niemanden. Fürs Verantworten vielleicht schon.

Selbst zu bauen ist richtig. Heikel wird es, wenn die App eine öffentliche Adresse bekommt und niemand gefragt hat, wessen Daten darin liegen. Kleine Betriebe haben hier einen Vorteil: niemand sagt Nein. Die Reihenfolge ist das Nein, das du dir selbst gibst.

Selbst die Profis prüfen nach

KI-Werkzeuge

nutzen sie84 %
vertrauen dem Ergebnis33 %

Schwachstellen pro Repository

rein menschlich geschrieben9,6
KI-assistiert42,3

Oben: Umfrage unter Entwickler:innen 2025. Unten: Schwachstellen pro Repository im Schnitt, 1.967 Repositories.

Stack Overflow Developer Survey 2025 · Symbiotic Security, August 2026

06

Was ändert sich, wenn aus der Tabelle Software wird?

Die Form ist dieselbe wie bei Excel: erst rechnen alle selbst, dann bauen alle selbst. Neu ist die Adresse, und mit ihr die Verantwortung.

Excel hat dem Mittelstand beigebracht, dass er bauen kann. Die nächste Stufe bringt ihm bei, dass er auch verantworten kann.

Die Excel ist auf deinem Rechner gestorben, wenn sie gestorben ist. Die App stirbt öffentlich.

Das Bauen kannst du. Den Schritt vom Werkzeug zum Produkt gehe ich mit dir, wenn du so weit bist.

Die Datei mit final, v7 und NEU im Namen ist keine Tabelle. Sie ist deine erste Software. Die zweite darfst du besser bauen.


Alle in diesem Artikel verwendeten Namen von Personen und Unternehmen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen oder Unternehmen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Die Beispiele dienen ausschließlich der Veranschaulichung.

Dieselbe Form, eine neue Schwelle

Die Excel-Ära

  1. Tabelle
  2. Makro
  3. geteilte Datei
  4. die Datei, die keiner anfasst

Die Software-Ära

  1. Prompt
  2. App
  3. interne Web-App
  4. öffentliche Adresse

Rechts oben stirbt eine Datei auf deinem Rechner. Rechts unten stirbt eine App öffentlich.

Qualitative Gegenüberstellung, keine Messung. Die Markierung zeigt, wo aus einem Werkzeug Verantwortung wird.

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