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Manifest · 2026

DerMenschsollMenschsein.

Acht Beobachtungen aus dem KMU-Alltag. Und warum ich KI inzwischen anders denke als die Branche, in der ich arbeite.

I

Die falsche Frage

Die ganze KI-Branche redet gerade so, als wären Menschen das Problem. Zu langsam. Zu teuer. Zu emotional. Wegoptimieren.

Das ist die falsche Frage. Und ich glaube, sie führt uns gerade alle in die falsche Richtung.

Ich kenne keinen Betrieb, der zu viele Menschen hat. Aber viele, in denen die Menschen, die da sind, in den falschen Aufgaben feststecken.

Sie schreiben Angebote, die sich kaum noch von letzter Woche unterscheiden.
Sie kopieren Daten zwischen Tools, die nicht miteinander reden.
Sie beantworten zum dritten Mal die gleiche Mail, weil das System keinen Ort hat, an dem die Antwort steht.

Die Frage ist nicht „Wie ersetzen wir diese Person?“

Sie ist:
„Warum lassen wir zu, dass diese Person ihre Lebenszeit damit verbringt?“

II

Die richtige Frage

Wenn ich mit dir an deinem Unternehmen arbeite, ist die Frage nie „Was kann weg?“

Die Frage ist:
„Was sollte zurück?“

Welche Gespräche mit Kund:innen sind verschwunden, weil die Zeit fehlt?
Welche Idee bekommt seit Wochen keine ruhige Stunde Aufmerksamkeit mehr?
Welcher Feierabend ist seit Monaten kein echter Feierabend mehr?

KI ist nicht die Lösung dafür, dass es zu viele Menschen gibt.

KI ist die Lösung dafür,
dass es zu wenig Mensch im Arbeitstag gibt.

Das ist ein großer Unterschied.
Und es ist die einzige Bewegungsrichtung, die für mich Sinn ergibt.

III

Die Haltung

Genau dort setzt meine Arbeit an. Nicht beim Personal. Beim Pendel zwischen Routine und Bedeutung.

Ich versuche, es zurück Richtung Bedeutung zu schieben.

Das heißt auch: Wenn KI dieses Pendel nicht in deine Richtung bewegt, sage ich dir das.

Es kann sein, dass die ehrlichste Antwort am Ende eines Audits lautet: „Mach gar nichts. Das ist ein Prozess-Problem, kein Tool-Problem.“ Mein Ansatz lässt das zu. Und ich glaube, das wäre dann ehrlich gesagt das Wertvollste, was ich anbieten könnte.

Ich bin nicht hier, um den Hype mitzumachen.

Ich bin hier, damit du am Ende des Tages wieder Lust hast, in dein Unternehmen reinzugehen.

Damit dein Team nicht effizienter, sondern weniger erschöpft ist.

Damit dein Unternehmen wächst, weil mehr Mensch drin ist.

Nicht weniger.

Wenn dir das was sagt

lass uns reden.